Soll der Platz am Steintor bebaut werden?

Bildquelle: (Dröse) wochenblätter.de

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Die gegenwärtig noch bestehende rot-grüne Mehrheit in Hannover hat beschlossen, dass der Platz am Steintor mit mehrgeschossigen Geschäftsgebäuden bebaut werden soll.

Dieser Beschluß wurde gegen den Beschluß des Bezirksrates Mitte der Stadt Hannover gefasst, der nämlich auch mit Unterstützung der SPD die Bebauung ablehnt.

Unterhalb des Steintorplatzes befindet sich eine Geisterstation der U-Bahn, die einst für die sogenannte D-Linie vorgesehen war. Wie wir alle wissen, wurde die D-Linie nie fertig gestellt. Stattdessen fahren die beiden Straßenbahnlinien 10/ 17 oberirdisch. Die Grünen in Hannover möchten, daß auch weiterhin oberirdisch gefahren werden soll. Sie haben deshalb die SPD in Hannover und auch in der Regionsversammlung, praktisch vorgeführt. Die Grünen haben nämlich die SPD gezwungen, ihre eigenen Überlegungen, die Linien 10 und 17 unter die Erde zu verlegen und die dafür bereits vorhandenen Stationen und andere Infrastruktur zu nutzen, über Bord zu werfen. Der Bezirksrat-Mitte hatte seinerzeit unter Führung der SPD beschlossen, die Tunnelvariante zu realisieren. Die Stadt-SPD hat dann allerdings der Grünen Lieblingsspielzeug, die oberirdische Trassenführung, durchgesetzt und damit gegen die eigenen Genossen votiert. Warum läßt sich die SPD in Hannover auf diese Art und Weise von den Grünen vorführen und demütigen? Offensichtlich vor lauter Angst vor grünem Liebesentzug, sprich: Verlust der Koalitionsmehrheit.

Um an der Macht zu bleiben, irgendwie, sind also der SPD die ihr anvertrauten Steuergelder nichts wert. Sie präferiert ungeniert die oberirdische Variante der Linien 10/17.

Wie wir heute wissen, eine sehr teure Lösung; ein Ende der Kostensteigerungen ist noch gar nicht abzusehen.

Breite Teile der Bevölkerung und alle anderen Parteien und Fraktionen wollen die D-Tunnellösung und die Nutzung der schon vorhandenen Station unter dem Steintorplatz.

Um dessen Nutzung unmöglich zu machen und damit quasi die oberirdische Lösung als einzige noch halbwegs vernünftige erscheinen zu lassen, haben die Grünen nun beschlossen, den Platz einfach zu überbauen. Aus die Maus für die Tunnelnutzung.

Die SPD Mitte, die gegen diese Lösung war, wurde kurzerhand überstimmt.

Aber nicht nur die SPD-Mitte, sondern auch das Interesse der Steuerzahler.

Die Gemeinschaft Freier Wähler in der Region Hannover, GFW, stellt sich gegen die grünen Bebauungspläne.

Die GFW wäre vielmehr für die Aufwertung des Steintorplatzes als Platz der Begegnung mit einem U-Bahn Zugang. Die Menschen sollen sich hier versammeln können, sollen auch auf Bänken ausruhen können. Hier sollte dann auch die Tunnellösung statt der oberirdischen Linienführung vorangetrieben werden. Millionen DM (heute Euro) an Steuergeldern – für die ja viele Menschen hart gearbeitet haben – sollen nach dem Willen der Grünen einfach unter der Erde auf nimmer Wiedersehen vergraben werden.

Das ist nach Ansicht der Gemeinschaft Freier Wähler das Gegenteil von verantwortungsvoller Politik und das Gegenteil von verantwortungsvollem Umgang mit treuhänderisch verwalteten Volksvermögen.

Wenn es denn schon eine Bebauung des Platzes geben soll, wäre nach Ansicht der GFW allenfalls eine Architektur erstrebenswert, die eine offene U-Bahn Sdtation in das Ensemble integriert.

Die GFW positioniert sich eindeutig zur D-Tunnellösung und zur Nutzung der Geisterstation(en). Eine Bebauung nach den jetzt vorgeschlagenen Plänen lehnen wir grundsätzlich ab.
Wer einmal sehen möchte, welche unbekannten Ecken es in den Üstra-Tunneln noch so gibt, schaue sich bitte dieses kurze Video der Pro-D-Tunnel Initiative an. Grüne und SPD wollen diesen schon bestehenden Teil des Tunnelsystems aus ideologischen Gründen einfach unter der Erde verschwinden lassen und es soll durch Überbauung unnutzbar gemacht werden.

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