Medizinstrategie 2020 – Klinikum der Region Hannover, KRH: Das Pferd falsch aufgezäumt

Der sozialpolitische Sprecher der Gemeinschaft Freier Wähler (GFW) in der Regionsversammlung der Region Hannover, Dieter Böversen, merkt zum Streit um die Finanzierung und Neuausrichtung des Klinikums Region Hannover, KRH, an, dass die Schließung von Kliniken vermieden werden könnte. Der Aufsichtsrat mit Regionspräsident Hauke Jagau an der Spitze und seine rot-grüne Regionsmehrheit lassen offensichtlich wichtige Punkte außer Acht und gefährden damit nicht nur die medizinische Versorgungssicherheit in der Fläche, sondern auch etliche Arbeitsplätze.

„Die Medizinstrategie 2020 berücksichtigt allein die medizinische Sicht. Pflegerische Komponenten fehlen völlig. Die Schließung der Kliniken könnte durch ihre Berücksichtigung recht wahrscheinlich vermieden werden. Die Einrichtung von z.B. Tagespflege, Akutpflege oder einer Reha-Abteilung wurden bisher nicht geprüft. Mit ihnen stünden andere Einnahmequellen zur Verfügung. Wir halten die vorgelegte Konzeption deshalb für unzureichend“, erklärt Dieter Böversen, der sozialpolitische Sprecher der Gemeinschaft Freier Wähler (GFW).

GFW spricht sich für den Erhalt und Ausbau des Springer Krankenhauses aus.

Böversen weiter:„Bereits im Frühjahr 2014 sprach sich unsere damalige Gruppe für den Ausbau des Springer Krankenhauses aus“.

Gibt der Regionspräsident dem Ehrgeiz und Machtstreben einzelner Mediziner nach?

Als sehr enttäuschend betrachtet die Gemeinschaft Freier Wähler (GFW) es auch, dass der von rot-grün einst versprochene und in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte Erhalt aller Klinken nun wohl vereinzeltem Ehrgeiz und Machtstreben unter Medizinern geopfert werden soll. Nur so ist es zu verstehen, dass Aufsichtsratsvorsitzender und Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) dieses Konzept noch schnell im Jahre 2014 im Schweinsgalopp durchwinken möchte.

Gemeinschaft Freier Wähler (GFW) in der Regionsversammlung unterstützt Erhalt der Kliniken und der Arbeitsplätze in der Fläche.

Das Klinikum in Springe solle geschlossen werden, damit jenes in Gehrden an Bedeutung gewinnt und prosperiert. Dafür werden Arbeitsplätze abgebaut und den Menschen im Süden der Region sehr weite Fahrten zugemutet. Daseinsfürsorge, zumal sozial gerechte sieht anders aus. Schade ist auch, dass die verschiedenen Räte erst heute aktiv werden und sich an die Seite der Bürger stellen, die mit uns um den Erhalt der Kliniken kämpfen“, so Böversen weiter. „Wir lehnen die Schließung der Klinken und den verbundenen Personalabbau strikt ab, und werden dies verhindern so gut es uns möglich ist.“

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