Gelbe Säcke – Chaostage bei Remondis?

Angesichts der chaotischen Lage bei Remondis, der Firma, die seit 2016 für die Abholung der „Gelben Säcke“, also der gesondert gesammelten Leichtverpackungsmaterialien, zuständig ist, bringt die Gemeinschaft FREIER WÄHLER, GFW, in der Region Hannover ihre Verwunderung über die Auftragsvergabe zum Ausdruck.

yellow-sack-791401_1280Auch wenn originär das „Duale System Deutschland, DSD“ für die Auftragsvergabe zuständig ist, wäre doch eine entschiedenere Intervention der Region Hannover angebracht gewesen. Schon die Tatsache, dass zunächst der regionale Anbieter, Abfallwirtschaft Region Hannover, aha, das günstigere Angebot abgegeben hatte und daraufhin der Auftrag neu ausgeschrieben wurde, hätte aufhorchen lassen müssen. Die Gemeinschaft Freier Wähler bezweifelt, dass wirklich alles bei der Auftragsvergabe mit rechten Dingen zugegangen ist. Das Resultat durften die Einwohner der Region in der ersten Januarhälfte bestaunen. Der Billiganbieter Remondis schaffte es nicht, die Gelben Säcke in gewohnter Weise abzuholen, wie zuvor aha es mühelos mehrere Jahre hinweg vollbrachte. Angeblich fehlte es bei Remondis sowohl an ausreichend (geschultem)  Personal, als auch an Abfuhrkapazitäten.

Hat Remondis sein Angebot überhaupt seriös kalkuliert?

 

Bisher hatte aha eine saubere Arbeit im Interesse der Einwohner der Region Hannover abgeliefert. Nach Ansicht der Gemeinschaft Freier Wähler muss auch das Interesse der Einwohner in diesem Bereich über den Gewinninteressen privater Entsorgungsbetriebe gehen. Wir können heute sagen, dass es bei Remondis offensichtlich an fachlicher Qualifikation mangelt und eine sachgerechte Projektplanung anscheinend nicht möglich ist. Die Gemeinschaft Freier Wähler sorgt sich inzwischen auch um menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei dem Entsorger, wenn stets nur darauf geachtet wird, möglichst billig und profitabel zu arbeiten.

Die Regionsversammlung und speziell die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen lassen nach Meinung der GFW dringend nötige Unterstützung und deutliche Stellungnahmen zu den aufgetretenen Mißständen vermissen. Sie lassen nicht nur aha, sondern auch die Mitarbeiter bei Remondis im Regen stehen, die am Ende die Suppe auslöffeln müssen, für die eigentlich das
Management verantwortlich ist. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der Gemeinschaft Feier Wähler in der Region Hannover, Dieter Böversen, übt harsche Kritik an
Remondis, aber auch an den Mehrheitsfraktionen der Region Hannover: „Gegenwärtig scheinen sich ja die Befürchtungen zu bewahrheiten, welche nach der Bekanntgabe der Entscheidung des Dualen Systems Deutschland bei mir aufkamen. Remondis schien es allein darum zu gehen, die Ausschreibung zu gewinnen und einen starken und bewährten lokalen Wettbewerber zu verdrängen. Dass es auch um die Erfüllung eines Auftrages und um die Lebensqualität von Menschen geht, war Remondis anscheinend gar nicht bewusst.“ Und weiter resümiert Böversen: „Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her.“

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