„Aha“ und die Gelben Säcke

Warum bringt SPD-Dezernent Priebs den Müllentsorger nicht aus den Schlagzeilen?

Die Gemeinschaft FREIER WÄHLER in der Region Hannover, GFW, nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass der Ärger um das öffentliche Entsorgungsunternehmen „aha“ um eine neue Facette erweitert wurde.

gelber sackDie Parteigenossin des zuständigen Dezernenten und 1. Regionsrat in der Region Hannover, Prof. Axel Priebs, Frau Anneliese Wallat vom „Arbeitskreis Tierschutz in der SPD“ zeigt sich offenbar entsetzt über die hier üblichen Gelben Säcke mit dem rosafarbenen Verschlussband. Sie seien eine Gefahr für Tiere. Belegen kann es SPD-Frau Wallat freilich nicht, sie produziert halt erst einmal heiße Luft und bringt aha wieder in die Schlagzeilen. Die GFW befürchtet, dass die SPD dem Tierschutz damit eher einen Bärendienst erweist, um im Bilde zu bleiben. Vielmehr solle wohl seitens der SPD und unter Umgehung des eigenen Parteigenossen Priebs, der ja eigentlich zuständig wäre, ein ganz anderes Ziel, als der Tierschutz erreicht werden. Für die Gemeinschaft FREIER WÄHLER stellt es sich vielmehr so dar, dass der sehr wichtige Tierschutz instrumentalisiert werden soll.

Ohnehin werden die hier üblichen 50L-Säcke in Deutschland nur in ganz wenigen Kommunen verwendet. Die überwiegende Mehrheit der Kommunen verwendet stattdessen die 90L-Säcke mit Zugband. Diese seien sogar günstiger, als die 50L-Säcke.

Die Gemeinschaft FREIER WÄHLER fragt sich, warum überhaupt 50L-Säcke in den Ausschreibungsbedingungen gefordert werden, wie jetzt wieder für die Stadt Hannover, in der der Zeitraum 2017 bis 2019 neu ausgeschrieben wird. Unabhängig vom Tierschutzargument der SPD ist die GFW der Ansicht, dass eine kostengünstigere Alternative, die ja keine gravierenden Nachteile mit sich brächte und deutschlandweit bevorzugt wird, grundsätzlich auch in der Region Hannover Priorität haben sollte.

Die Firma Reclay Systems aus Köln, die für die Stadt Hannover die Ausschreibung organisiert, sagt aus, dass Änderungen der Ausschreibungsbedingungen noch erfolgen könnten. Allerdings müsste die rot-grüne Mehrheit in der Region endlich einmal für eine klare Strategie sorgen und ihrem SPD-Dezernenten klare Anweisungen geben, sodass Herr Prof. Priebs auch bei aha für eine nachvollziehbare und klare Strategie sorgt.

Nach all dem bisherigen Hick-Hack um aha und auch um den Gelben Sack ist die GFW allerdings eher der Ansicht, dass SPD und Grüne nicht mehr Herr der Lage sind. Sie werden inzwischen mehr von der Realität getrieben, als dass sie selbst das Heft des Handelns noch in der Hand hätten.

 

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